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Ja, das waren Zeiten, als im Jahre 1961, sich in
Triptis ein Häuflein Unentwegter, aber
karnevalistisch sehr interessierter zusammenfand, um auch in
unserer Kleinstadt den Karneval aus der Taufe zu heben.
Zu den Gründern gehören, Erich
Sippl, Erich
Weyrich, Otto Hutschenreuter, Arnold Trawinsky, Otto Ritzerfeld,
Herbert Horn, Rudi Donian, Bruno Langner und Dieter Mandel.
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Natürlich war
aller Anfang schwer,...
...aber aufgrund des großen
Zuspruchs beim Triptiser Publikum trafen sich von nun an
regelmäßig echte Karnevalisten, die mit viel
persönlichem Engagement, Ideenreichtum und viel Spaß
und Freude den Triptiser Carneval Verein aus der Taufe hoben und sich
als Elferrat, Husarengarde und Pi-Pa-Po-Ballett formierten. Als
Schlachtruf ist seither “Trips-Trill” weit
über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. In diesem Zusammenhang
ist es nicht uninteressant zu erfahren, wie die FDJ-Kreisleitung zu
diesem närrischen
Schlachtruf des TCV stand. ”Sputnik-Helau” sollte
es nach deren Vorstellung in Triptis heißen. Zum
Glück haben sich die TCV-Karnevalisten durchgesetzt, so dass
heute noch in Triptis ”getrillt” und nicht
“gesputnikt” wird.
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Zur 1.
Session im Jahre 1960/61 konnte der 11er Rat nur zu neunt
einmarschieren, da
leider zwei auf dem Weg ins ”Sozi” verloren
gegangen waren. Einer von den
Beiden, ein Tierarzt, musste an diesem Abend Geburtshilfe bei einer Kuh
leisten.
Zur
ersten Veranstaltung dachten alle noch, sie seien auf einer
Weihnachtsfeier, da
der 11er Rat in Weihnachtsmännerumhängen im Saale war.
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In dieser Session gab
es nur eine Tanzveranstaltung, aber immerhin schon mit
Kostümzwang für die Gäste.
In den
Jahren 1961/62, zur 2. Närrischen Session konnte der 11er Rat
mit elf Männern
auf der Bühne stehen. Auch die Weihnachtsumhänge
wurden abgeschafft und zum
ersten Mal trat der 11er Rat in schwarzen Fräcken auf. Hier
stand ein Kostümverleih
aus Gera bereit. |
Zum
ersten Mal gab es auch einen Rosenmontagsball des TCV sowie zwei
weitere närrische
Tanzabende. Im darauf folgenden Jahr fanden keine närrischen
Veranstaltungen
statt. Die Polizeigarde entstand zur 3. Session, aus welcher
später unsere
heutige Garde hervorgegangen ist. Sie wurde vom Montagebau Berlin
gestellt. |

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Was den
männlichen Gästen und natürlich auch dem
11er Rat mehr zusagte, waren die
Damen des 1. TCV Balletts, des sogenanten
”Pi-Pa-Po-Balletts”.
Als
Ballett-Meister und Vortänzer begeisterte Felix Fritsche das
Publikum. Damit
konnte beim Triptiser
Carneval eines
der ersten Balletts der ehemaligen DDR präsentiert werden. Das
im Vorjahr präsentierte
Ballett begeisterte auch in den weiteren Jahren das Publikum. Zum
ersten Mal
trugen die närrischen Gruppen Uniformen und es wurden auch die
ersten Orden
verteilt, die bis heute zu jeder Karnevalssession neu geprägt
werden.
In den
Jahren 1965 und 1966 fanden zum ersten Mal die
Traditions-Veranstaltungen ”Gala-Abend”,
”Kinderfasching” und
”Rentnerfasching” statt.
Beim
dritten Kinderfasching, 1967, wurden vom Elferrat berühmte
Fernsehfiguren wie
der Sandmann, Puppendoktor Pille, Kapitän Brass, Meister
Nadelöhr, und viele
andere dargestellt. Dies wurde von den kleinen Gästen mit
großer Begeisterung
aufgenommen.
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Auszug
aus der Volkswacht von 1966:
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Zum V. Triptiser Karneval hatte
sich das närrische Volk aus Triptis und
Umgebung vor kurzem im Sozialgebäude eingefunden. Bereits zur
Mittagszeit waren
das Prinzenpaar und
der Elferrat zum
Rat der Stadt geladen worden, um in allen Ehren den
”närrischen Schlüssel”
in Empfang zu nehmen. Am Abend wurde dann der gesamte Hofstaat mit
”Trips-Trill” begrüßt. Der
entsprechend dekorierte Saal trug zu der guten
Stimmung bei. Hier hatte der Veranstalter weder Mühe noch
Kosten gescheut und
alles aufgeboten.
Als dann
das “Pi-Pa-Po”-Ballett auftrat, gab es viel
Beifall. Die Zuschauer konnten
viele Masken und Kostüme bewundern.
Abgesandte
des Molbitzer Elferrates waren ebenfalls anwesend. Die tolle Zeit ging
am
anderen Morgen beim Frühschoppen in der
Konsum-Gaststätte weiter. Der anschließende
Stadtrundgang des närrischen Volkes war für viele
Schaulustige ein besonderer
Spaß. Zum Rosenmontag gab es dann nochmals für die
”Großen” Jubel,
Trubel, Heiterkeit.
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Schon in frühen Zeiten war der TCV
in Zusammenarbeit mit dem Clubrat der Stadt Triptis und dem Rat der
Stadt in
kultureller Arbeit über das gesamte Jahr tätig. Veranstaltungen wie
Parkfeste, Stadtfeste, die Radiosendungen “Alte
Liebe rostet nicht” und die “Landpartie”
wurden vom TCV mitorganisiert.
Damals
wie heute organisierte der Verein Tanzveranstaltungen wie Weihnachts-,
Oster-, und Silvestertanz.
Not
macht erfinderisch: Zum ersten Parkfest wurde aus ‘ner Kuh
‘n Ochs’ am
Spieß gemacht, da weit und breit kein Ochs’ zu
finden war. |
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Besonders
zur 650-Jahresfeier der Stadt Triptis, 1978, leistete der TCV
seinen Beitrag. Die Mitglieder des TCV tauschten Ihre Kostüme
gegen Arbeitsanzüge
und wollten bei der Aktion F 281 nicht abseits stehen. Ihr Projekt war
die Säuberung
des Triptiser Stadtteiches. Damit bewiesen die Mitglieder des TCV, dass
sie
nicht nur im Sozialgebäude für Stimmung sorgen
können, sondern auch im
Mach-mit-Wettbewerb ihren Mann stehen.
”Trips-Trill”
einmal auf eine andere Art.
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”Alte Liebe rostet nicht” - Veranstaltung mit Radio
DDR
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So
lautete die erste Strophe zu der in der DDR weit und breit bekannten
Radioshow
“Alte Liebe rostet nicht”, welche der TCV
anlässlich der 650 Jahresfeier
tatkräftig unterstützte. An dieser Veranstaltung mit
Günter Hansel und
Manfred Uhlig nahmen das Rundfunkorchester Leipzig, die Scherbelberger
Musikanten und viele andere bekannte Künstler aus der
ehemaligen DDR teil.
Als
Ehrengast war der damalige Trainer der
Fußballnationalmannschaft, Georg
Buschner zu Gast.
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”Alte
Liebe rostet nicht,
denn
sie geht nie
vorbei;
alte
Liebe rostet nicht
für
sie ist immer Mai.” |
Mitbegründer
der
Südthüringer-Elferratstreffen war, als
einer der größten Vereine, der TCV. Hier
verständigten sich die Minister der
Carnevalsvereine über Organisatorisches und Finanzielles. Am
24.11.1979 lud der
TCV zum dritten Elferratstreffen nach Triptis ein. |
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Durch
gelungene Veranstaltungen in anderen Orten wurde bei Leuten das
Interesse am
Carneval geweckt, wodurch sich drei neue Carnevalsvereine
gegründet haben.
Dadurch konnte der TCV den Vereinen von Hohenleuben, Zeulenroda und
Pößneck
das närrische Feeling in die Wiege legen.
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1987, zur 25. Session konnte der TCV erstmals ein
Kinderballett präsentieren.
Dieses Kinderballett wurde von Herrn Rudolf aus Neunhofen geleitet. Die
Kinder
kamen noch alle aus dem Gebiet des Kreises Pößneck.
Nachdem dieses
Kinderballett von dem Triptiser Publikum mit großer
Begeisterung aufgenommen
wurde, rief der TCV die Triptiser Eltern zur
Gründung eines eigenen
TCV-Kinderballetts auf. Aus diesem damaligen Aufruf entstanden
über die Jahre
das heutige Teeny-Ballett, das Girly-Ballett und das Mini-Ballett, mit mehr als 40 Kindern und
Jugendlichen. Einige von ihnen sind noch heute
dabei. Erkennen Sie die jungen Damen vielleicht wieder ?
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Auch
Vereinshäuser hatte der TCV in seiner 40 jährigen
Geschichte schon einige. In
den Zeiten der DDR wurden die offiziellen Sitzungen im Sitzungszimmer
des Rat
der Stadt abgehalten. Natürlich alles ohne Alkohol. Nach einer
zeitweiligen
Residenz im Mittelring finden die TCV-Versammlungen seit dem 01.01.1995
in der
Schillerstraße 17, im ehemaligen Ärztehaus, statt.
Seit 2006 gastiert der TCV in der Neustädter Straße
15. |
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Die
Wendezeit:
Auch die Wende ist nicht spurlos am TCV
vorbei gegangen. Durch gute
Zusammenarbeit der TCV- Mitglieder und Unterstützung von
westdeutschen
Karnevalsgesellschaften konnte der TCV die Zeiten des Umbruchs gut
überstehen.
Erste Erfahrungen sammelte der TCV bei dem befreundeten Karnevalsverein
in Hof.
Hier bekam der Verein die ersten Kindertanzuniformen geschenkt. Weitere
Besuche
führten nach Marburg und
Bayreuth.
Von
nun
an war der Verein auch finanziell auf sich selbst gestellt. Es musste
eine
Vereinssatzung erarbeitet werden.
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| Hierbei waren uns die Freunde
aus Marburg sehr
behilflich. Die Eintragung in das Vereinsregister erfolgte am 07.
Januar 1991.
Die Aufgaben als erster Vorsitzender des Vorstandes übernahm
Wolfgang Redszus.
Er übergab diese wichtige Aufgabe 1994 an Dietmar Oelsner, der
dieses Amt bis
2004 begleitete. Seit dem 01.10.2004 ist Michael Huber der 1.
Vorsitzende des
TCV. |
| Leider musste der TCV 1991
seinen altvertrauten Saal, das „Sozi“, verlassen
und führte seine
Veranstaltungen im Schützenhaus durch. Hier platzte bald der
Saal aus allen Nähten.
1995 konnte wieder das alte Sozi (jetzt Bürgerhaus) genutzt
werden unter dem
Motto „Im Sozi ist wieder mal Karnevalszeit“.
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| "Sozi" |
Schützenhaus |
"Alte Molkerei" |
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| Da der
Saal des Bürgerhauses leider nicht mehr den Erfordernissen niveauvoller
Veranstaltungen entsprach,
musste der Verein nach neuen geeigneten Objekten suchen. Hierbei fand
der Verein
im Stadtmarkt die entsprechenden Räumlichkeiten, die mit viel
Engagement neu
gestaltet wurden und seit 1999 beliebter Veranstaltungsort sind,
bekannt als „Alte Molkerei”. |
In
der 49-jährigen Geschichte hatte der TCV
viele
tatkräftige Helfer und Helferinnen, die im Verein gewirkt
haben und ihm zu dem
gemacht haben, was er die ganzen Jahre war und noch heute ist: eine
kulturelle
Institution in Triptis.
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